Gebe dich nicht mit Geschichten zufrieden, die erzählen,

wie die Dinge sich bei anderen zugetragen haben.

Entfalte deinen eigenen Mythos ohne Umschweife.

Rumi

Selbstorganisatorische Hypnose

In vielen alten Kulturen wurde die Hypnose angewandt - eine äußerst hilfreiche Methode bei allen wichtigen körperlichen und seelischen Heilungs- und Stärkungsprozessen.

Dabei begeben Sie sich von der Ebene des Tagesbewusstseins auf die viel tiefere Ebene des Unbewussten. Von der Ebene des Intellekts gelangen Sie auf die Ebene der Emotionen, Erinnerungen und gespeicherten Erfahrungen, um sich diesen großen Schatz des tiefen inneren Wissens zunutze zu machen.

Selbstorganisatorische Hypnose bedeutet, dass die Lösung für Ihr Anliegen, bereits in Ihnen vorhanden ist. Hypnose ermöglicht uns eine direkte Kommunikation mit dem Unbewussten. Ihr Unterbewusstsein weiß die Lösung Ihrer Probleme oder was Ihnen hilft, gesund zu werden.

Diese Lösung entwickelt sich aus sich selbst heraus - also selbstorganisiert - auf eigenen Wegen und im eigenen Tempo. Diese Form der Hypnose ist also völlig frei von Fremdbestimmung.

Meine Aufgabe als Therapeutin besteht daher darin, Sie auf Ihrem ganz individuellen Weg zur Lösung eines Problems zu begleiten, ohne diesen Prozess zu beeinflussen.

Den Bewusstseinszustand bei der Hypnose nennt man Trance.

Trancezustände kennen wir aus dem Alltagsleben z.B. beim Sport, beim Lesen eines spannenden Buches oder bei konzentriertem Arbeiten.

Dies ist ein Bewusstseinszustand, der sich sowohl vom Wach- als auch vom Schlafzustand unterscheidet. Die Aufmerksamkeit ist erhöht und ausschließlich auf das gerichtet, was sich im Focus befindet. Übliche Denkmuster und Anspannungen treten in den Hintergrund. Im hypnotischen Trancezustand besteht eine verbesserte Empfänglichkeit für Ideen und Bedeutungen, sowie eine verstärkte Bereitschaft, darauf zu reagieren.

Diese Fähigkeiten und Möglichkeiten reichen weiter, als die meisten Menschen ahnen. Trancezustände lösen im Unbewussten Suchprozesse aus, die Lösungen aufzeigen. Dies sind große Ressourcen des Menschen, die positive Veränderungen in Gang bringen können.

Die Trance kann man sich wie eine Brücke vorstellen, die unser sprachlich-logisches Denken mit unserem tieferen Wissen verbindet.

In Trance zu gehen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem Ihr Wille etwas zu tun oder zu unterlassen in keiner Weise eingeschränkt wird.

Hypnose in der Psychotherapie

Es gibt dabei drei zentrale Fragen:

1. Warum und auf welche Weise ist das Problem / das Symptom / die Erkrankung entstanden?

2. Wodurch und wie wird es / sie aufrechterhalten?

3. Welche Motive und Fähigkeiten kann man entwickeln, um zu einer Lösung zu kommen?

Selbstorganisatorische Hypnose kann zu all diesen Fragen einen Zugang schaffen.

Auf Wunsch zeige ich Ihnen gerne Selbsthypnosetechniken, die Sie bei Bedarf z. B. zur Schmerzkontrolle, Entspannung oder zur Steigerung Ihres Wohlbefindens und Ihrer Lebensfreude jederzeit für sich nutzen können.

Was ist Hypnose nicht?

Tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit, Willenlosigkeit, Kontrollverlust, Passives Erleben oder Geschehen lassen.

In der Hypnose kann nichts gegen Ihren Willen geschehen! Da Sie nicht "Bewusst-Los" sind, ist eine ausreichende Kontrolle durch Ihr Bewusstsein vorhanden und auch Ihr Unbewusstes überwacht ständig, ob laufende Prozesse zu Ihrem Wohle sind. Hypnose ist aber auch kein Zustand, in dem Sie passiv abwarten können, dass ich als Therapeutin Ihre Probleme "wegzaubert".

Der Unterschied zwischen Tieftrance und leichter bis mittlerer Trance

In der klassischen Hypnose wird in Tieftranchen gearbeitet. Sie ist durch die Bevorzugung von direkten Suggestionen gekennzeichnet. Dabei macht sich der Therapeut eine Vorstellung von dem, was für den Patienten möglicherweise nützlich sein könnte, versetzt diesen in eine tiefe Trance und suggerierte eine Reaktion oder Veränderung. Wenn das unbewusste Denken des Patienten bereit ist, die Suggestionen anzunehmen, werden sie vom Unbewussten umgesetzt und eine Besserung oder Heilung setzt ein – sofern das Bewusstsein diese zulässt.

Die Selbstorganisatorische Hypnose wurde in der Zeit von etwa 1938 bis 1980 von Milton Erickson, Rossi und Andren schrittweise entwickelt. Ihr Vorgehen revolutionierte die Hypnose und führte zu ihrer weltweiten Renaissance. Der gravierende Unterschied zur klassischen Hypnose besteht darin, dass nicht mit Tieftrancen und Suggestionen gearbeitet wird, sondern mit leichten und mittleren Trancen, bei denen der Patient hellwach ist und aktiv mitarbeitet. Die Ursachen der Symptome, Krankheiten oder Psychischen Themen werden aufgedeckt und verarbeitet.

Anwendungsbereiche

Psychotherapie:

Hypnose wird zur Behandlung von Ängsten, Panikattacken, Depressionen, Zwängen und Essstörungen eingesetzt. Auch bei der Behandlung von Süchten (z. B. Rauchen) und chronischen Schmerzen hat die Hypnose ihren Platz. Weiterhin können Schlafstörungen und sexuelle Störungen mit Hypnose effektiv behandelt werden.

Medizinische Hypnose:

Ein wichtiges Anwendungsgebiet der Hypnotherapie im medizinischen Bereich sind insbesondere psychosomatische Störungen. Hypnose hat sich hier therapeutisch u.a. bei chronischen Schmerzen, Herz-Kreislauf-Problemen, Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. colon irritabile), Hauterkrankungen (wie Neurodermitis) sowie Erkrankungen der Atemwege und des Nervensystems bewährt. Hypnose wird auch erfolgreich in der Krebsbehandlung eingesetzt, um u. a. Schmerzen und Ängste oder die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu reduzieren.